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Solidaritätserklärung

Mahle Markgröningen ein Werk, ein Standort - wir sind solidarisch!
Solidaritätserklärung der Vertrauensleutekonferenz am 14.02.2008

Am Montag wurde dem Gesamtbetriebsrat mitgeteilt, dass die Konzernleitung das angebotene Restrukturierungskonzept ablehnt und dass die Zylinderfertigung verkauft werden soll. Davon wären rund 400 Beschäftigte betroffen.
Das ist der Bruch der Beschäftigungssicherungsvereinbarung und ein Schlag in das Gesicht der Beschäftigten. Auch bei Mahle in Markgröningen gilt, wie in allen Deutschen Mahlestandorten, eine Beschäftigungssicherung bis zum 31.12.2009.
Für diese Beschäftigungssicherung erbringen die Beschäftigten des Mahlekonzerns 12 Mio. Euro im Jahr.

Das Management versetzt mit seiner Ankündigung die Beschäftigten und ihre Familien in Angst und Schrecken.
Mahle fährt auch am Standort Markgröningen Gewinne ein. Richtig ist, dass die Zylinderfertigung für sich gerechnet noch ein Minus macht.
Deswegen haben Betriebsrat und die IG Metall Ludwigsburg mit Unterstützung des IMU Institutes in 2008 ein Projekt zur Verbesserung der Zylinderfertigung gestartet - ZZ Top (Zylinder mit Zukunft aus einem Top Werk). Die Beschäftigten haben in diesem Projekt viele und qualitativ hochwertige Vorschläge zur Optimierung der Zylinderfertigung erarbeitet. Die Kolleginnen und Kollegen stellen sich in diesem Projekt der Verantwortung. Einer Verantwortung der das Management in den letzten Jahren nicht gerecht wurde.

Die Mahle Konzernleitung stellt mit den geäußerten Verkaufsabsichten nicht nur die Beschäftigungssicherungsvereinbarung bei Mahle in Frage - mit dieser Vorgehensweise wird der Wert von Beschäftigungssicherungsvereinbarungen generell in Frage gestellt. Die IG Metall wird weder bei Mahle noch bei irgendeinem anderen Unternehmen den Bruch von geltenden Vereinbarungen zulassen.

Der Betriebsrat hat ein Restrukturierungsprogramm vorgeschlagen, das zu mehreren Millionen Einsparung und damit zu einem ausgeglichenen Ergebnis bis 2010 führen kann. Wir fordern die Mahle Konzernleitung auf, im Rahmen des angebotenen Restrukturierungsprogramms mit dem Betriebsrat Verhandlungen auf zu nehmen.

Wir erwarten, dass sich Mahle an die vereinbarte Beschäftigungssicherung hält und seiner Verantwortung für den Standort Markgröningen gerecht wird.

Die Delegierten erklären sich mit den Kolleginnen und Kollegen solidarisch.

Der Kampf um den Mahle Standort in Markgröningen
ist unser gemeinsamer Kampf!