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Sicherheit braucht Tarifverträge

Aktion_OTLG
11.03.2008
Die Belegschaften der Firmen VW Originalteile Logistik GmbH (OTLG) und des Mercedes Autohaus Hoffmann waren am Dienstag, den 11. März zu Aktionen aufgerufen.

Die Belegschaften der Firmen VW Originalteile Logistik GmbH (OTLG) und des Mercedes Autohaus Hoffmann waren am Dienstag, den 11. März zu Aktionen aufgerufen. Es beteiligten sich viele Beschäftigten unter dem Motto "Sicherheit braucht Tarifverträge". "Die Beschäftigten wollen für sich und ihre Familien, dass der Schutz der Tarifverträge weiterläuft. Außerdem wollen sie 5 Prozent mehr Entgelt", so Konrad Ott, 1. Bevollmächtigter der IG Metall Ludwigsburg. "Gerade für Familien wirken sich die Preissteigerungen der letzten Jahre besonders aus. Da muss ein Schritt nach Vorne gemacht werden", so Ott weiter.

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Inzwischen hat die IG Metall Ludwigsburg auch eine Kampagnenseite im Internet eingerichtet. Unter www.faire-kfz-betriebe.de kann man sich über die Tarifrunde informieren. Auch Kfz-Betriebe, die künftig nicht mehr nach Tarif bezahlen wollen, kann man dort nachlesen.

"Die Forderung von 5% ist absolut berechtigt", so Ott. Er verweist dabei auf die verbesserte Branchensituation, die auch von Arbeitgeberseite für 2008 prognostiziert wird. "Die Beschäftigten in den Werkstätten liefern jeden Tag 1a Qualität ab. Dafür müssen sie auch anständig bezahlt werden. Notfalls treten wir mit unserer Forderung auch einzelbetrieblich an."

Aufgrund der undurchsichtigen Situation bei den Arbeitgebern wurden die Forderungen sowohl an den Innungsverband, die Tarifgemeinschaft und die alle tarifgebundenen Kfz-Betriebe im Kreis Ludwigsburg gestellt. Für eine Auseinandersetzung fühlt sich die IG Metall unterdessen gut gewappnet. So viele Neumitglieder wie im Januar und Februar seinen der IG Metall Ludwigsburg seit Jahren nicht beigetreten. Davon kommen über 100 aus dem Kfz-Handwerk. "Vielen Beschäftigten der Branche wird jetzt deutlich, warum es Gewerkschaften gibt", so Konrad Ott.

Die ersten Verhandlungen zwischen der IG Metall und der neu gegründeten Tarifgemeinschaft für Betriebe des Kfz- und Tankstellengewerbes werden am Mittwoch, den 19. März 2008 in Korntal-Münchingen stattfinden. Die IG Metall fordert die Fortgeltung aller bisherigen Tarifverträge Baden-Württemberg. Außerdem will die Gewerkschaft 5 Prozent mehr Entgelt für Beschäftigten des Kfz-Handwerks durchsetzen.

Der Streit hatte sich im Frühjahr 2007 entzündet, als die Kfz-Innung ihre Tarifzuständigkeit aufgegeben hat. Kurze Zeit später wurde von den Arbeitgebern eine neue Tarifgemeinschaft gegründet. Im November 2007 hat die Arbeitgeberseite sämtliche Tarifverträge der Branche gekündigt. Sie sind zum größten Teil am 29. Februar 2008 ausgelaufen und befinden sich seither in der Nachwirkung. In Baden-Württemberg arbeiten 54 000 Beschäftigte der Branche.


Anhang:

LKZ vom 20.03.2008
LKZ vom  20.03.2008
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LKZ vom 19.03.2008
LKZ vom 19.03.2008
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Bietigheimer Zeitung vom 15. März 2008
Bietigheimer Zeitung vom 15. März 2008
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Artikel LKZ vom 12.02.2008
Artikel LKZ vom 12.02.2008
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Presseerklärung vom 11.03.2008
Presseerklärung vom 11.03.2008
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Letzte Änderung: 04.04.2008 - 10:59 Uhr