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Nach dem Krieg

Nach dem Krieg

Nach dem Zweiten Weltkrieg erfolgte der Wiederaufbau der Gewerkschaften. Als Einheitsgewerkschaften, offen für alle abhängig Beschäftigten, ohne Rücksicht auf politische Einstellung und Konfession. Arbeiter/ innen, Angestellte und Beamte sollten sich in einer von den politischen Parteien unabhängigen Gewerkschaft organisieren können. Der erste Vorsitzende des Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) Hans Böckler verfolgte das Konzept, alle Arbeitnehmer in einer parteipolitisch nicht gebundenen Einheitsgewerkschaft zu vereinigen, die unter einem starken Dachverband zusammengefasst werden sollten.

In diesem Sinne entstand 1949 der (DGB), dem die IG Metall seit ihrer Wiedergründung im Jahr 1950 angehört. Als große einheitliche Organisation konnte die IG Metall in der Geschichte der Bundesrepublik die Interessen ihrer Mitglieder wirkungsvoll vertreten.10

Trotz aller Einheitsaufrufe bildeten sich aber auch der berufsständisch orientierte Beamtenbund und als Abspaltung später die Deutsche Angestellten-Gewerkschaft (DAG). Unions-Kreise und wirtschaftsnahe Kirchenkreise gründeten zudem um 1950 den Christlichen Gewerkschaftsbund, der jedoch keine größeren Mitgliederzahlen erreichen konnte.

Die deutschen Gewerkschaften DGB, DAG und Beamtenbund entwickelten sich zu Partnern bei den Tarifverhandlungen, und sie nahmen Einfluss bei der Gesetzgebung im Arbeits- und Sozialbereich.

  DGB-Vorsitzender Michael Sommer

DGB-Vorsitzende Michael Sommer

  Berthold Huber 1. Vorsitzender der IG Metall

 Berthold Huber 1. Vorsitzender der IG Metall