Rosa Luxemburg
Rosa Luxemburg (* 5. März 1871 in Polen; † 15. Januar 1919 in Berlin) war eine bedeutende Vertreterin der europäischen Arbeiterbewegung und des proletarischen Internationalismus.Sie wirkte vor allem in der polnischen und deutschen Sozialdemokratie als marxistische Theoretikerin und Antimilitaristin. Gegen die Kriegsunterstützung der SPD gründete sie 1914 die „Gruppe Internationale“ und leitete mit Karl Liebknecht den daraus hervorgehenden Spartakusbund .
Als politische Autorin verfasste sie zahlreiche zeitkritische Aufsätze und ökonomische Analysen unter anderem als Herausgeberin der Zeitung Die Rote Fahne. Ende 1918 gehörte sie zu den Gründungsmitgliedern der KPD und prägte als Hauptverfasserin des ersten Programms dieser Partei deren ursprüngliche inhaltliche Ausrichtung. Im Gefolge des gescheiterten Spartakusaufstands wurde sie unter nicht restlos geklärten Umständen zusammen mit Karl Liebknecht von Freikorps-Soldaten ermordet.
Ihre theoretische und praktische Arbeit für den Sozialismus, die internationale Solidarität der Arbeiterklasse, gegen Militarismus und Krieg wirkte weit über ihre Zeit und die Grenzen Deutschlands hinaus.
Spartakusbund:
Der Spartakusbund war eine Vereinigung von marxistischen Sozialisten in Deutschland, die während des Ersten Weltkriegs am Ziel einer internationalen Revolution des Proletariats festhielten, um Kapitalismus, Imperialismus und Militarismus weltweit zu stürzen: ab August 1914 innerhalb der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (SPD) als zu deren Kurs oppositionelle Gruppe Internationale, ab 1916 als Spartakusgruppe, ab 1917 als linker Flügel der von der SPD abgespaltenen Unabhängigen Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (USPD). Während der Novemberrevolution 1918 war der Bund parteiunabhängig und strebte eine deutsche Rätepublik an. Am 1. Januar 1919 ging er in der neu gegründeten Kommunistischen Partei Deutschlands (KPD) auf.